Offiziersskat

Offiziersskat ist eine Skat-Variante, die regional unter unterschiedlichen Bezeichnungen bekannt ist. So wird Offiziersskat oftmals auch als Räuber-, Bauern-, Seemanns- oder Kutscherskat bezeichnet. Die Besonderheit dieser Skat-Variante ist, dass sie stets nur mit zwei Spielern gespielt wird und zugleich wird nur mit vereinfachten Skatregeln gespielt. Aus diesem Grund wird diese Skat-Variante auch gerne von Skat-Anfängern gespielt, die sich zunächst mit den Spielregeln vertraut machen möchten. Da für eine Runde Offiziersskat stets nur zwei Teilnehmer erforderlich sind, ist diese Skat-Variante allerdings auch immer dann beliebt, wenn einmal der dritte Teilnehmer fehlt. Aus diesem Grund ist der Offiziersskat auch weniger im Internet vertreten, da sich online eigentlich immer ausreichend Teilnehmer für eine richtige Runde Skat finden.

Offiziersskat wird mit der regulären Punkteverwertung und mit einem Skatblatt von 32 Karten gespielt. Die Karten werden vollständig an die beiden Spieler (je 16 Karten) verteilt. Einen Skat und auch das Reizen gibt es bei dieser Spielvariante nicht. Vor allem durch den Wegfall des Reizens ist diese Variante beliebt für Skateinsteiger, die sich zunächst mit den Grundzügen des Spiels vertraut machen möchten.

Spielablauf:
Der Geber verteilt zunächst vier Karten verdeckt an den Mitspieler und anschließend an sich selbst. Als nächstes erhält der Mitspieler vier Karten offen auf seine verdeckten Karten gelegt. Bereits hier muss der Mitspieler (anhand dieser bisher doch recht spärlichen Information über seine Hand) den Trumpf für diese Spielrunde festlegen. Nachdem der Geber sich selbst seine ersten vier offenen Karten gelegt hat, hat er die Möglichkeit, “Kontra” anzusagen. Die übrigen Karten werden nach dem gleichen Prinzip verteilt, je vier verdeckte und weitere vier offene Karten für beide Mitspieler. Wenn der Geber nach seinen ersten offenen Karten “Kontra” angesagt hat, kann der Mitspieler nach Erhalt seiner weiteren offenen Karten mit “Re” entgegnen.

Der Mitspieler, der auch den Trumpf festgelegt hat, eröffnet das Spiel und kommt raus mit einer der 8 offen vor ihm liegenden Karten. Die durch das Ausspielen einer offenen Karte nun sichtbare verdeckte Karte darunter darf nach dem Ausspielen des Stiches umgedreht werden. Der Gewinner des Stiches spielt die nächste Karte aus.

Spielbewertung:
Wie beim klassischen Skat können auch beim Offiziersskat in jeder Runde insgesamt 120 Punkte erreicht werden. Durch Ausspielen der Karten muss jeder Spieler versuchen, die meisten Punkte zu erzielen. Beim Erreichen von mehr als 60 Punkten steht der Sieger der Skatrunde fest. Im Fall, dass beide Spieler 60 Punkte erreicht haben, gewinnt der Spieler, welcher in dieser Spielrunde nicht den Trumpf festgelegt hat. Je nach Gewinn oder Verlust der Spielrunde werden dem trumpfansagenden Spieler Plus- oder Minuspunkte in der Skat-Liste aufgeschrieben. Die Punkteberechnung ist identisch mit der regulären Skatvariante, d.h. Zahl der Buben, beginnend mit Kreuz, die ununterbrochen vorhanden sind plus 1, multipliziert mit dem Spielgrundwert (Karo: 9, Herz: 10, Pik: 11, Kreuz: 12; Grand: 24).
Skatanfänger, die mit dieser Punktezähl-Methode noch nicht vertraut sind, können natürlich auch ein vereinfachtes Zählsystem für das Offiziersskat anwenden.

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